Europa in der Krise: Wie die Ökologisierung der Landwirtschaft helfen könnte

Die vielen aktuellen Krisen – Energiekrise, Klimakrise und Artensterben – belasten zunehmend auch die Landwirtschaft. Die Agrarindustrie befeuert diese Krisen: Vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine fordert sie eine weitere Intensivierung der chemiegestützten Landwirtschaft. Umweltschützer*innen und Vertreter*innen der Biobranche hingegen halten gerade jetzt einen raschen und gründlichen Wandel hin zu einer ökologischen Landwirtschaft für dringlicher denn je.
Der Elbers Hof in der Lüneburger Heide

Ein engagierter Familienbetrieb in Niedersachen liefert frisch gepackte Biokisten an 2000 Haushalte pro Woche aus. Vielfältigstes Gemüse, Eier und Fleisch von Rindern, Schafen, Geflügel und Schweinen erzeugt der Elbers Hof für die Direktvermarktung nach Demeter-Vorgaben und mit viel Liebe auf 130 Hektar Land selbst. Artenvielfalt wird groß geschrieben und damit ganz klar der Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide – allen damit verbundenen Herausforderungen zum Trotz.
Der wahre Preis unserer Lebensmittel

Steigende Energiepreise und Inflation – wenn alles teurer wird, glauben viele Menschen, sie könnten sich den Einkauf im Bio-Markt nicht mehr leisten. Das Ausbleiben der Kundschaft spürt die Bio-Branche derzeit deutlich.
Wie teuer ist Bio wirklich?

«Kann ich mir nicht leisten» – so der Tenor Vieler, die den Gang zum Bioladen derzeit zunehmend vermeiden. Vergleichen wir jedoch den „wahren“ Preis von Lebensmitteln, kommen uns billige Produkte aus dem Discounter sowohl als Einzelperson aber auch gesamtgesellschaftlich am Ende deutlich teurer zu stehen.
Wie Bio die Welt ernähren kann

Europa erlebt derzeit den größten bewaffneten Konflikt seit dem Zweiten Weltkrieg. Neben der humanitären Katastrophe und den Sorgen um unsere Energieversorgung ist auch das Thema Lebensmittelpreise und Ernährungssicherheit auf erschreckende Weise in den Fokus gerückt. Vor allem die Vertreter*innen einer rückwärtsgewandten Agrarpolitik sowie Lobbyisten der Pestizid-Industrie wittern Morgenluft – reflexhaft fordern sie jetzt das Aussetzen der Maßnahmen hin zu einer nachhaltigeren Form der Landbewirtschaftung.
„Ein »Weiter so!« darf es nicht geben“

Weg von den Pestiziden – hin zur Agrarwende. Das fordert das »Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft« in seiner aktuellen Kampagne. Ein Interview mit den Vorständen Dr. Niels Kohlschütter und Johannes Heimrath.
Forderungen für den Koalitionsvertrag: Bienen und Bauern retten!

Mehr als eine Million Menschen haben die Forderungen der Europäischen Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten!“ unterschrieben – darunter auch knapp eine halbe Million Bürger*innen aus Deutschland. Sie haben damit für eine naturnahe und umweltfreundliche Landwirtschaft ohne chemisch-synthetische Pestizide gestimmt. Doch eine nachhaltige Transformation der Landwirtschaft droht in den aktuellen Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und FDP zu kurz zu kommen.
Agrarwende: Gemeinsam geht mehr!

Ob Starkregen oder neue Temperaturrekorde: Es ist klar, wir müssen uns bewegen – und auch über das bisherige Maß engagieren, um unsere Lebensgrundlagen zu erhalten. Für viele Firmen in der Bio-Branche ist ein solches Engagement kein neuer Gedanke. Etliche von ihnen haben ihre Unternehmen in der bürgerbewegten Zeit der 1970er- und 1980er-Jahre gegründet. Sie waren echte Pioniere und haben sich schon damals gegen den Strom gestellt und nach nachhaltigen Alternativen gesucht.
Der Agrarwende ein Stückchen näher

Stolze 1.160.065 EU-Bürger*innen haben die Europäische Bürgerinitiative „Bienen und Bauern Retten“ bis zum Stichtag am 30. September unterzeichnet und fordern damit eine ökologische Landwirtschaft ohne chemisch-synthetische Pestizide, Maßnahmen zur Erholung der Biodiversität und die Unterstützung von Landwirt*innen beim Übergang hin zum ökologischen Anbau.