Zum heutigen Tag der Artenvielfalt: Bündnis startet Info-Kampagne gegen Pestizide

Pressemitteilung vom Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft e.V. (BEL) 

Lassan/München, 22.5.2024. Zum heutigen internationalen Tag der Artenvielfalt startet das Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft (BEL) eine Infokampagne, die darauf aufmerksam macht, dass chemisch-synthetische Pestizide in der Landwirtschaft das Überleben bestäubender Insekten gefährden. Viele Nahrungsmittel, so die Botschaft, könnten durch den fortschreitenden Artenschwund künftig zur Mangelware werden.

„Jahr für Jahr werden in Deutschland ca. 30.000 Tonnen chemisch-synthetische Pestizide verkauft und auf die Äcker gespritzt. Sie verbreiten sich über die Luft, töten Insekten, schaden Bodenorganismen und gefährden so die Biodiversität“, so Julia Schumacher, Sprecherin des BEL. Die Kampagne, die leere Produktverpackungen zeigt, wird von heute an in zahlreichen Biomärkten und in den Social Media-Kanälen der Hersteller des BEL zu sehen sein. „Wir zeigen damit, welche Auswirkungen das Artensterben am Ende haben wird“, so Julia Schumacher, Sprecherin vom BEL. „Die Auswirkungen auf unsere Umwelt bedrohen die natürlichen Lebensmittelketten und damit die Ernährungssicherheit von uns allen.“ Auch durch den Kauf von Bio-Produkten, können Verbraucher*innen daher dazu beitragen, dass weniger Ackergifte in die Umwelt gelangen.

Neben leeren Produktverpackungen unterstreichen Wortspiele die Botschaft der Kampagnenmotive. So heißt es auf der Saftflasche: „Johannis-Leere“ statt -Beere und: „Ohne Artenvielfalt ist der Saft bald abgedreht.“ Voelkel-Geschäftsführer und BEL-Vorstand Stefan Voelkel: „Als Unternehmer und BEL-Mitglied bin ich davon überzeugt, dass wir mit dieser Aktion die brennende Botschaft ins rechte Licht rücken. Denn wenn die Politik nicht entschlossen gegen das Artensterben vorgeht, zahlen am Ende unsere Kinder und Enkelkinder die Rechnung. Aber auch die Bevölkerung ist gefragt“, ergänzt Voelkel. „Wer sich bewusst für Bio-Produkte entscheidet, trägt auch zum Erhalt der Artenvielfalt bei, denn diese werden ohne den Einsatz von chemisch-synthetischen Pestiziden produziert.“ 

Bio-Händler*innen, die die Kampagne mit verbreiten wollen, können jetzt auf der Seite des BEL die Kampagnen-Poster und Infoflyer gegen Spende bestellen und ebenfalls in ihre Läden aushängen bzw. -legen. Mehr Infos unter  https://enkeltauglich.bio/bio-fuer-artenvielfalt/

Wer noch mehr tun will, kann außerdem beim BEL so genannte „Urkunden für Artenschützer*innen“ erwerben. Der Erlös aus den Urkunden geht in die die politische Arbeit des Bündnisses gegen chemisch-synthetische Pestizide beispielsweise auch in Form von Klagen gegen die Zulassung besonders gefährlicher Ackergifte. https://enkeltauglich.bio/urkunden/

Pressekontakt:
Julia Schumacher, Sprecherin
Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft e.V.
Mobil: +49 151 15200097
Julia.schumacher@enkeltauglich.bio
www.enkeltauglich.bio