Konventionelle Landwirtschaft ist eine Form der Landbewirtschaftung, bei der beim Anbau von Pflanzen chemisch-synthetische Pestizide (Insektizide, Herbizide, Fungizide), Kunstdünger und andere umwelt- und gesundheitsbelastende Mittel und Methoden angewendet werden. Obwohl diese Form der Landwirtschaft als konventionell bezeichnet wird, gibt es sie tatsächlich erst seit knapp 100 Jahren in dieser – von externen Einträgen abhängigen – Form.
Insekten, die für die Bestäubung von Nutzpflanzen essenziell sind, können auf und neben konventionell bewirtschafteten Acker- und Grünflächen wegen der hohen Pestizidbelastung dauerhaft nicht überleben, was eine der Hauptursache für das Insektensterben der letzten Jahrzehnte ist.
Die konventionelle Landwirtschaft verursacht darüber hinaus mehr Treibhausgasemissionen, Bodenerosion, Wasser-, Boden-, und Luftverschmutzung als der ökologische Landbau und bedroht sowohl die Biodiversität als auch die menschliche Gesundheit. Diese weitreichenden Folgen und ihre Kosten sind in den aktuell günstigen Marktpreisen konventioneller Lebensmittel nicht eingerechnet.
Quellen:
https://www.spektrum.de/kolumne/insektensterben-und-keiner-will-es-gewesen-sein/1484979
https://rodaleinstitute.org/why-organic/organic-basics/organic-vs-conventional/
https://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/grundlagen/true-cost-wahre-kosten/