Herbizide sind chemisch-synthetische Pestizide, die störende Pflanzen abtöten sollen. Oft werden diese jedoch nicht nur zur Unkrautbekämpfung, sondern auch zur Erntebeschleunigung eingesetzt. Man unterscheidet zwischen selektiven Herbiziden, die gezielt gegen bestimmte Pflanzen wirken, und Totalherbiziden, die alle Pflanzen vernichten. Ein solches Totalherbizid ist beispielsweise das viel kritisierte Glyphosat.

Herbizide haben nicht nur einen direkten Einfluss auf die pflanzliche Vielfalt, sondern tragen auch indirekt zum Rückgang von Insekten und Wirbeltieren bei, indem sie das Nahrungsangebot zerstören. Zahlreiche Studien haben zum Beispiel nachgewiesen, dass Ackergifte eine der Hauptursachen für den Rückgang vieler Feldvogelarten sind.

Der Einsatz von Herbiziden in der Bio-Landwirtschaft ist verboten.

Quellen:
https://www.umweltbundesamt.de/themen/boden-landwirtschaft/umweltbelastungen-der-landwirtschaft/pflanzenschutzmittel-in-der-landwirtschaft
http://www.umweltinstitut.org/themen/landwirtschaft/pestizide/glyphosat/vorerntespritzung-von-getreide.html
https://utopia.de/ratgeber/pestizide-wissenswertes-zu-herbiziden-fungiziden-und-insektiziden/
https://www.boell.de/sites/default/files/2022-01/Boell-Pestizidatlas-2022.pdf?dimension1=ds_pestizidatlas22