In der Bio-Landwirtschaft oder ökologischen Landwirtschaft werden die natürlichen Wechselbeziehungen des Ökosystems genutzt und gefördert. Dabei wird so weit wie möglich das Prinzip der Kreislaufwirtschaft verfolgt. Der ökologische Landbau bemüht sich um eine ressourcenschonende, tiergerechte und umweltverträgliche Form der Nahrungsmittelerzeugung. Dies wird durch folgende Grundsätze erreicht:
- Erlaubt ist nur die natürliche Düngung mit Kompost, Tiermist, Pflanzenresten und Gründüngung (z. B. Leguminosen).
- Chemisch-synthetische Stickstoffdünger und leichtlösliche Phosphate sind verboten ebenso wie chemisch-synthetische Pestizide.
- Der Pflanzenschutz erfolgt im ökologischen Landbau v.a. durch den Aufbau gesunder Böden, die Auswahl widerstandsfähiger Sorten und Saaten, eine vielfältige Fruchtfolge und die Förderung von Nützlingen. Spritzmittel dürfen nur bei drohendem Ernteverlust eingesetzt werden („Medikamenten-Prinzip“). Diese sind größtenteils auf abbaubare Stoffe pflanzlichen oder mineralischen Ursprungs begrenzt. Eine Ausnahme stellt Kupfer dar.
- Beikräuter werden händisch oder maschinell reguliert.
- Weiterhin gilt beim ökologischen Landbau das Prinzip der artgerechten Tierhaltung mit großen Stallflächen, Einstreu und viel Auslauf. Verwendet wird biologisch erzeugtes Futter ohne Antibiotika, Hormone, Gensoja und Tiermehl.
Viele Bioerzeuger und -erzeugerinnen sind in Anbauverbänden – wie z.B. Demeter, Naturland und Bioland – organisiert. Diese haben strenge und weitreichende Standards etabliert. Eine einheitliche Regelung in der EU, an die sich alle Biobauern und -bäuerinnen in Europa halten müssen, ist seit 2007 durch die EU-Öko-Verordnung festgelegt.
Quellen:
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A32018R0848&qid=1608219021571
https://umweltinstitut.org/landwirtschaft/oekolandbau/
https://www.allesueberbio.de/
https://www.boelw.de/service/bio-faq/bio-basics/artikel/wer-regelt-was-bio-ist/
https://www.boelw.de/themen/zahlen-fakten/landwirtschaft/