Als Artensterben bezeichnet man das Verschwinden von Arten (z.B. Tieren oder Pflanzen) durch Aussterben. Laut der Roten Liste der gefährdeten Arten sind aktuell mehr als 40.000 Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Auch hierzulande nimmt die Artenvielfalt (siehe auch „Biodiversität„) ab, und viele Insekten- und Vogelarten sind vom Aussterben bedroht.
Ein Grund dafür ist die industrielle Landwirtschaft. Ackergifte gefährden die Artenvielfalt zum einen direkt, indem sie nicht nur Schädlinge, sondern auch Nützlinge abtöten; und zum anderen indirekt, indem sie die Lebensräume und Nahrungsangebote vieler Tierarten schädigen. So wurde zwischen den Jahren 2009 und 2019 ein weltweiter Insektenrückgang von 41 Prozent festgestellt.
Bio-Landwirtschaft bietet hinsichtlich des Artenschutzes entscheidende Vorteile. Auf ökologisch bewirtschafteten Flächen, auf denen keine chemisch-synthetischen Pestizide eingesetzt werden, wachsen 5-mal so viele unterschiedliche Pflanzen, und es sind 20-mal so viele Bestäuber zu finden, verglichen mit konventionell bewirtschafteten Flächen. Auch bis zu 35 % mehr Feldvögel leben auf Bio-Äckern.
Quellen:
https://www.oekom.de/beitrag/biodiversitaet-einfach-erklaert-155
https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/landnutzung/landwirtschaft/artenvielfalt/index.html
https://www.iucnredlist.org
https://www.boell.de/sites/default/files/2022-01/Boell-Pestizidatlas-2022.pdf
https://www.oekolandbau.de/bio-im-alltag/bio-wissen/artenvielfalt-im-oeko-landbau/