Unter Ackergiften verstehen wir chemisch-synthetische Substanzen, die gegen Pflanzen (Herbizide), Pilze (Fungizide) oder Insekten (Insektizide) auf den Äckern ausgebracht werden. Während die Herstellerkonzerne diese Substanzen Pflanzenschutzmittel nennen, lautet der übliche Fachbegriff Pestizide. Unter den chemisch-synthetischen Pestiziden gibt es viele hochgiftige Wirkstoffe, die nicht nur Bienen töten und Menschen schädigen. Sie vernichten auch viele andere Insekten und Wassertiere, schädigen das Bodenleben und belasten das Trinkwasser sowie die auf dem Acker angebauten Lebensmittel. Das mittlerweile wohl bekannteste Ackergift ist das Totalherbizid Glyphosat

Die vom Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN) erstellte aktuelle Liste hochgefährlicher Ackergifte führt 338 Wirkstoffe auf, die für die menschliche Gesundheit, für Tiere und für die Umwelt besonders gefährlich sind. Hierzu zählen Pestizide, die beispielsweise als krebserregend, fortpflanzungsschädigend, erbgutverändernd, ozonschädlich oder hoch bienengefährlich eingestuft werden.

Quellen:
https://enkeltauglich.bio/wp-content/uploads/BeL_Broschuere-4.pdf
https://www.boell.de/sites/default/files/2022-01/Boell-Pestizidatlas-2022.pdf
https://pan-germany.org/download/2662/