Beim Ausbringen von Ackergiften mit der Feldspritze entsteht ein feiner Sprühnebel, der vom Wind verweht werden kann. Dieses Phänomen nennt man Abdrift. Ackergifte werden auf diese Weise weit über das behandelte Feld hinaus auf benachbarte Felder, Gewässer, Gehölze, Wälder oder Gärten getragen. Falsch eingestellte Düsen oder eine zu hohe Geschwindigkeit des Spritzfahrzeugs können den Effekt verstärken. 

Für Biobauern und -bäuerinnen kann die Abdrift von Pestiziden von benachbarten konventionellen Äckern zu großen Verlusten führen. Werden in ihren Lebensmitteln (zu hohe) Pestizidbelastungen nachgewiesen, dürfen sie ihre Ernte nicht mehr unter dem Biosiegel verkaufen. Bio-Landwirt*innen behelfen sich hier mit Abstandsflächen, Hecken oder Absprachen mit den konventionell wirtschaftenden Nachbar*innen, damit diese ihre Felder beispielsweise nicht bei zu starkem Wind mit Pestiziden behandeln. 

Quellen:
https://enkeltauglich.bio/start/pestizide/p-in-der-luft/
https://enkeltauglich.bio/wp-content/uploads/BeL_Broschuere-4.pdf
https://taz.de/Pestizidabdrift-in-der-Landwirtschaft/!5508668/
https://pan-germany.org/wp-content/uploads/2021/08/Abdrift-FAQs-und-links_2021.pdf